Päckchen mit Goldmünzen spurlos verschwunden - DER SPIEGEL
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Päckchen mit Goldmünzen spurlos verschwunden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Deutschen Post sind erneut wertvolle Sendungen abhanden gekommen. Von 200 000 kleinen Päckchen, die von der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundeswertpapierverwaltung in Bad Homburg im September verschickt wurden, kamen viele nie bei den Empfängern an. Der teure Inhalt: Exemplare der ersten deutschen Euro-Goldmünzen, für die Sammler im Voraus 193 Euro für die 100-Euro-Münze und 371 für das 200-Euro-Stück plus 5,14 Euro Porto überweisen mussten. Doch obwohl der staatliche Münzversender für die Päckchen die sicherste aller Versandformen der Post, die "eigenhändige Auslieferung“, wählte, warten 1000 Kunden immer noch auf ihre bereits bezahlte Goldsendung. Nachforschungen blieben bisher erfolglos. Der Post droht eine Schadensersatzforderung des Finanzministers von über 300000 Euro. Wo immer sich die verlorenen Päckchen befinden mögen – die neuen Besitzer haben einen guten Fang gemacht. Für die 100-Euro-Münze wird inzwischen das Doppelte des Ausgabepreises, für die 200er sogar das Dreifache bezahlt. An die enttäuschten Empfänger will Eichels Münzstelle nachliefern.