Saudis streiten Motassadeq-Verbindung ab - DER SPIEGEL
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Saudis streiten Motassadeq-Verbindung ab

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Die saudische Regierung zeigt wenig Neigung, Verbindungen des derzeit in Hamburg vor Gericht stehenden mutmaßlichen 11.-September-Terroristen Mounir al-Motassadeq zu Diplomaten des Königreichs aufzuklären. Obwohl in Motassadeqs Wohnung die Visitenkarte von Mohammed Fakihi, einem Mitarbeiter der "Islamischen Abteilung“ der saudischen Botschaft in Berlin, gefunden wurde, erklärten Botschaftsleute vergangene Woche schriftlich gegenüber deutschen Behörden, Motassadeq sei ihnen überhaupt nicht bekannt. Selbst das abwiegelnde Schreiben rückten die Diplomaten erst heraus, nachdem im Motassadeq-Prozess vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Kritik an der schleppenden Beantwortung einer entsprechenden Anfrage laut geworden war. Obwohl ein Verbindungsbeamter der Saudis bereits im Mai bei einem Gespräch im Bundeskriminalamt die umgehende Beantwortung zugesagt hatte, war nichts passiert.