Millionen-Verluste beim "Tagesspiegel" - DER SPIEGEL
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Millionen-Verluste beim "Tagesspiegel"

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Die Berliner Holtzbrinck-Zeitung "Tagesspiegel“ hat seit 1992 "einen Verlust von insgesamt 70 Millionen Euro erzielt“. Das geht aus einem Holtzbrinck-Brief an das Bundeskartellamt hervor, das die Übernahme der "Berliner Zeitung“ (Gruner + Jahr) durch Holtzbrinck am vergangenen Donnerstag verboten hat.

Während Holtzbrinck in der Öffentlichkeit rechtliche Schritte gegen den Kartellamtsbeschluss angekündigt hat, droht der Verlag in seinem Schreiben an die Wettbewerbshüter mit drastischen Schritten. Holtzbrinck könne "den weiteren Bestand des ‚Tagesspiegel‘ nicht garantieren“, heißt es in dem Brief; auch ein anderer Inhaber könne "die mit ihm verbundenen Probleme nicht lösen“. Ferner warnen die Stuttgarter bereits vor einem "Domino-Effekt“ auf dem Berliner Zeitungsmarkt:Weil sich beide Blätter nicht "in Alleinstellung gegen die Übermacht des Springer-Konzerns“ ("Berliner Morgenpost“, "Bild“, "B. Z.“) halten könnten, würde ein "Austritt des ‚Tagesspiegel‘ perspektivisch auch einen Marktaustritt der ‚Berliner Zeitung‘ zur Folge haben“.