Bundesrechnungshof rügt Deutschen Wetterdienst - DER SPIEGEL
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Bundesrechnungshof rügt Deutschen Wetterdienst

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Mit scharfen Worten wirft der Bundesrechnungshof dem staatlichen Deutschen Wetterdienst (DWD) vor, seine Vorhersagen zu völlig unrentablen Dumping-Preisen an Radiostationen und Tageszeitungen zu verkaufen – und damit gegen geltendes Recht zu verstoßen. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DERSPIEGEL in der neuen Ausgabe. Nach Recherchen der Rechnungsprüfer decken die kommerziellen Wetterberichte des DWD weniger als 40 Prozent der Kosten und sind damit "weit von der gesetzlich vorgeschriebenen Rentabilität entfernt“. Solche Billig-Vorhersagen können sich die Staatsmeteorologen nur leisten, weil der DWD jährlich über 250 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt erhält. Das Nachsehen haben private Wetterdienste, die mit den Kampfpreisen kaum mithalten können. "Das ist sicher kein fairer Wettbewerb“, urteilt auch der Meteorologe Michael Sachweh von der Uni München. "Die Privaten werden an die Wand gedrückt.“ Zudem entgehen dem Steuerzahler durch die Verschwendung des DWD jährlich über 15 Millionen Euro. Die Preise für die Wetterberichte, fordert der Bundesrechnungshof, müssten deshalb jedes Jahr um zehn Prozent erhöht werden. "Wir nehmen die Rüge ernst“, erklärt DWD-Sprecher Uwe Kirsche gegenüber dem SPIEGEL, "und werden unsere Preise schrittweise anheben.“