Kubicki fordert von Westerwelle Fortsetzung des Projekts 18
Anlässlich des traditionellen Dreikönigstreffens der Liberalen hat sich der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki demonstrativ hinter den ehemaligen nordrhein-westfälischen FDP-Chef Jürgen Möllemann gestellt. "Ich bin für die Fortführung der Strategie 18, sagte Kubicki in einem SPIEGEL-Interview. Parteichef Guido Westerwelle mache nicht ausreichend klar, "wie die strategische Ausrichtung der FDP sein soll. Westerwelle nehme zu viel Rücksicht auf seinen Stellvertreter Walter Döring und den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Wolfgang Gerhardt. "Er darf sich nicht ständig von Leuten beeinflussen lassen, die die FDP bei fünf Prozent sehen wollen, mahnte Kubicki. Der Möllemann-Vertraute griff auch Gerhardt scharf an. "Möllemann stand jahrelang für Inhalte im Gegensatz zu Wolfgang Gerhardt, so Kubicki. Möllemann fehle den Liberalen bereits, werde aber keine neue Partei gründen. "Ich rechne mit Möllemanns Comeback und zwar in der FDP, sagte Kubicki.