Irak-Krise spaltet Rot-Rot in Berlin und Schwerin
In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern geraten die rot-roten Koalitionen durch den möglichen Irak-Krieg in Bedrängnis. Friedensbewegte PDSler sowie Mitglieder der Kommunistischen Plattform fordern für den Kriegsfall Konsequenzen von den sechs PDS-Ministern und -Senatoren bis hin zum Ausstieg aus den Regierungsbündnissen. "Wenn sich Deutschland wie auch immer an einem Krieg gegen den Irak beteiligt, heißt es in einer Erklärung der PDS-Kommunisten, "haben Sozialisten auf Landesebene in Koalitionen mit Kriegsparteien nichts mehr zu suchen. Der frühere PDS-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke stellte im Auftrag des Bundesvorstands bereits Strafanzeige gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder wegen Vorbereitung eines Angriffskriegs. Gehrcke fordert zudem die PDS-Minister auf, sich an Demonstrationen gegen die Kriegspläne zu beteiligen: "So zu tun, als wäre gar nichts passiert, wird auch auf Landesebene nicht gehen. Diesem Aufruf wollen PDS-Realpolitiker wie Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf und Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner folgen. Die Berliner PDS-Spitze will allerdings auch im Kriegsfall an der Koalition festhalten. Für Helmut Holter, Mecklenburg-Vorpommerns Arbeitsminister, und seine beiden PDS-Ministerkollegen könnte ein Krieg allerdings das Karriereende bedeuten. Ein Landesparteitag hat die Minister auf ein "sofortiges Niederlegen ihrer Ämter festgelegt.