Erfinder von "Deutschland sucht den Superstar" plant neue Shows
Simon Fuller, 42, Erfinder von "Deutschland sucht den Superstar", sieht die Zukunft der Unterhaltungsindustrie darin, künftig "Entertainment-Marken" für Konzerne zu schaffen. Fuller, der auch schon die Spice Girls managte und als einer der verschwiegensten Strippenzieher im Pop-Geschäft bereits Hunderte von Millionen verdiente, will etwa TV-Shows, -Serien oder Kino-Filme direkt für Unternehmen wie Coca-Cola oder Nokia produzieren:"Das Geld liegt bei den großen Konzernen, die händeringend einen Zugang zu Entertainment-Produkten suchen, um ihre Marken zu platzieren." Im TV-Geschäft würden sich doch sonst "alle in die Hosen machen", sagte der Musikmanager dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Pop-Stars seien "nichts als Marken, die man bis zum Letzten ausnehmen muss", so Fuller, der seinen eigenen Erfolg einem schlichten Motto zu verdanken glaubt: "Nimm eine Idee, blas sie bis zum absoluten Maximum auf, und hol alles raus, was geht."
Noch in diesem Jahr plant Fuller neue TV-Shows: Bei "Second Chance Idol" sollen vergessene Pop-Stars aus den achtziger Jahren wie Nik Kershaw gegeneinander um einen neuen Plattenvertrag antreten. Mit "Superstar Girl" will Fuller den "Schönheitswettbewerb revolutionieren". Beide Shows sollen zunächst in den USAstarten, wo "American Idol", eine Variante von "Deutschland sucht den Superstar", bereits Rekordquoten brachte.