Ex-Uno-Generalsekretär Ghali warnt US-Präsident Bush vor den Folgen seiner "Irak-Obsession" - DER SPIEGEL
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Ex-Uno-Generalsekretär Ghali warnt US-Präsident Bush vor den Folgen seiner "Irak-Obsession"

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Schwere Vorwürfe erhebt der ehemalige Uno-Generalsekretär Butros Butros Ghali gegen die verbissene Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush. Ein Krieg gegen Saddam Hussein sei "kein Muss" mehr, sagte der langjährige ägyptische Außenpolitiker dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Deshalb schüre "der Aufwand, der jetzt von den USA betrieben wird, Zweifel an der wirklichen Motivation Washingtons". Ghali: "Bagdad stellt schon lange keine Gefahr mehr für seine Nachbarn dar, geschweige denn für die Supermacht Amerika." Doch Bush wolle "den Krieg um jeden Preis". Einen drohenden Alleingang Washingtons verurteilte Ghali als schlimme "Missachtung der Uno". In ihrer "Irak-Obsession" verhielten sich die USA "wie die Kolonialmächte im 19. und 20. Jahrhundert". Dabei spiele für Bush "das Erdöl Bagdads ganz offensichtlich eine gewichtige Rolle".