Bundesregierung sieht keine Hindernisse mehr für Auslieferung des "Kalifen von Köln" - DER SPIEGEL
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Bundesregierung sieht keine Hindernisse mehr für Auslieferung des "Kalifen von Köln"

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Der Auslieferung des Muslim-Extremisten Metin Kaplan an die Türkei steht aus Sicht der Bundesregierung nichts mehr im Wege. Dem selbst ernannten "Kalifen von Köln“, der wegen eines Mordaufrufs im Gefängnis sitzt, will die türkische Justiz wegen Hochverrats den Prozess machen. Kaplan habe als Führer einer bewaffneten Terrororganisation die Bombardierung des Atatürk-Mausoleums in Ankara und die Besetzung der Fatih-Moschee in Istanbul geplant. Die türkische Regierung will jetzt verbindlich zusichern, gegen Kaplan kein Todesurteil zu verhängen. Außerdem will sie zwei weitere deutsche Forderungen erfüllen: Kaplan soll ausschließlich vor einem Richter oder Staatsanwalt und nur im Beisein eines Anwalts seiner Wahl vernommen werden. Auch soll ihn die deutsche Botschaft betreuen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte vergangene Woche bereits einen Auslieferungshaftbefehl erlassen. Nun muss es über die Zulässigkeit des Begehrens entscheiden und dabei eine "drohende menschenrechtswidrige Behandlung“ Kaplans in der Türkei prüfen. Bejahen die Richter diese, dürfte der "Kalif“ doch noch in Deutschland bleiben.