Unaufgeklärter Sabotagefall am Frankfurter Flughafen - DER SPIEGEL
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Unaufgeklärter Sabotagefall am Frankfurter Flughafen

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Ein Sabotagefall mit Munition, der sich zwei Monate vor dem Attentat auf die Twin Towers in New York am Frankfurter Flughafen ereignete, wurde von Lufthansa Cargo (LCAG) gegenüber den Sicherheitsbehörden offenbar verschwiegen. Am 8. Juli 2001 war aus einer rund 8000 Kilogramm schweren Ladung Schrotpatronen mit dem Zielort Osaka ein Paket entwendet und in eine Maschine der Singapore Airlines geschmuggelt worden. Die komplette Charge stand mehrere Tage ungeschützt in Halle 437 des Frankfurter Flughafens. Obwohl ein Mitarbeiter eines Speditionsunternehmens den für die Abwicklung zuständigen Lufthansa-Bereich Handling Interline Partner aufgefordert hatte, die explosive Fracht zumindest in einem Hochregal zu sichern, geschah angeblich nichts. Als die Patronen beim Entladen in Singapur entdeckt wurden, verharmloste die LCAG den von Insidern als "Sabotage“ eingestuften Zwischenfall gegenüber dem Luftfahrtbundesamt als "Fehlverladung“. Die Lufthansa Cargo behauptet, die Patronen seien nicht gestohlen worden, weshalb man auch nicht die Polizei informiert habe. Insider sehen einige der Frachthallen am Frankfurter Flughafen schon länger als Sicherheitsrisiko an. Die seien "löchrig wie Schweizer Käse“.