Ermittlungen gegen die Post AG/ Verdacht der Untreue - DER SPIEGEL
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Ermittlungen gegen die Post AG/ Verdacht der Untreue

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Wegen des Verdachts auf Untreue hat die Staatsanwaltschaft Bonn gegen Verantwortliche der Deutschen Post AG ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auslöser für die Strafanzeige eines Postkunden war ein Artikel im SPIEGEL 49/2002 über den Weiterverkauf angeblich nicht zustellbarer Pakete und Päckchen. Wie der SPIEGEL aufgedeckt hatte, veräußerte die Post AG jahrelang Hunderttausende dieser Sendungen an eine Geschäftsfrau aus Bayern. Später wurde der Inhalt der Pakete in einem Schnäppchenmarkt angeboten. Angeblich aber wäre es, so der Vorwurf, für die Post möglich gewesen, viele dieser Sendungen korrekt weiterzuleiten. Mitarbeiter des bayerischen Unternehmens hatten berichtet, dass sich an den Paketen in vielen Fällen ausreichende Hinweise auf Absender oder Empfänger befänden. Ähnliches ahnte offenbar auch die Post AG. Sie untersagte der Unternehmerin sogar vertraglich, selbst an die eigentlichen Eigentümer der Güter heranzutreten. Sie musste sich zudem schriftlich verpflichten, "alle personenbezogenen oder personenbeziehbaren Daten“ von den Sendungen zu entfernen und zu vernichten. Ein Sprecher der Post teilte mit, der Konzern könne die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Mit "unanbringlichen“ Sendungen würde "völlig korrekt“ umgegangen.