Reinhard Mohn stärkt Einfluss der Familie bei Bertelsmann / Auch Brigitte Mohn jetzt Gesellschafterin Bertelsmann - DER SPIEGEL
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Reinhard Mohn stärkt Einfluss der Familie bei Bertelsmann / Auch Brigitte Mohn jetzt Gesellschafterin Bertelsmann

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Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn ist bemüht, den Einfluss der Eignerfamilie auf den Gütersloher Medienkonzern zu stärken und langfristig zu sichern:Seit Dezember sitzt auch seine Tochter Brigitte als Familienvertreterin in der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG). Damit setzt sich das machtvolle Gremium, das die Stimmrechte für 75 Prozent von Bertelsmann führt, erstmals zur Hälfte aus Mitgliedern der Familie Mohn zusammen:Neben Reinhard und Brigitte Mohn nimmt Sohn Christoph einen der acht Gesellschafter-Plätze als "Führungskraft eines Bertelsmann-Beteiligungsunternehmens" ein. Als offizielle Stabübergabe von Reinhard Mohn an seine Ehefrau wird in Gütersloh die herausgehobene Position von Liz Mohn gewertet:Sie nimmt den Sitz des Familiensprechers ein und ist gleichzeitig Geschäftsführerin der BVG. Reinhard Mohn hatte 1999 das bis dahin überwiegend ihm allein zustehende Stimmrecht des Aktienkapitals an die BVGübertragen, die über alle Fragen der Hauptversammlung der Bertelsmann AGzu beschließen hat - insbesondere Aufsichtsratsbesetzung und Gewinnverwendung. Das neue Kräfteverhältnis in der BVGgilt jedoch nur bis zu Reinhard Mohns Tod. Danach soll die Familie nur noch mit drei Mitgliedern vertreten sein. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass ein möglicher Einfluss von außen ausgeschlossen bleibt: Die von Mohn festgelegte Struktur sieht vor, dass Fremdgesellschafter nie mehr als 25 Prozent der Stimmrechte ausüben können. Derzeit ist neben dem belgischen Investor GBLnoch die Zeit-Stiftung an Bertelsmann beteiligt. DerenAnteile von derzeit noch unter drei Prozent werden bis 2005 zurückgekauft.