Al-Baradei schließt Rücktritt nicht aus - DER SPIEGEL
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Al-Baradei schließt Rücktritt nicht aus

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Chefwaffeninspektor Mohamed al-Baradei plädiert vehement für eine Fortsetzung der Uno-Kontrollen im Irak und kann sich vorstellen, im Fall eines vom Uno-Sicherheitsrat nicht abgedeckten Krieges gegen Bagdad persönliche Konsequenzen zu ziehen. Er wolle "nichts ausschließen“, sagte al-Baradei in einem SPIEGEL-Gespräch, auf einen möglichen Rücktritt angesprochen. Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde sieht aber "noch eine Chance für den Frieden“. Die Regierung des Irak kooperiere in den letzten Tagen zunehmend besser, obwohl noch lange nicht hundertprozentig: "Sie scheint den Ernst der Lage begriffen zu haben.“ Al-Baradei räumte gegenüber dem SPIEGEL ein, die Zeit für eine friedliche Lösung werde knapp. "Solange wir Fortschritte melden können, sehe ich aber keinen Grund, warum wir die Inspektionen abbrechen sollten.“ Gegenüber Nordkorea plädiert der IAEA-Chef für Härte, atomare Erpressung dürfe von der Weltgemeinschaft nicht belohnt werden:"Pjöngjang könnte in einem halben Jahr mehrere Atombomben produzieren. Es wäre eine Katastrophe, wenn wir mit zweierlei Maß messen würden:Nordkorea muss ebenso bedingungslos zur Abrüstung gezwungen werden wie der Irak.“