Union verabschiedet sich von Familiengeld - DER SPIEGEL
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Union verabschiedet sich von Familiengeld

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Union gibt ein Kernversprechen ihres Bundestagswahlkampfs auf:das Familiengeld. In der CDU-Führung gilt die Idee, Eltern mit monatlich bis zu 600 Euro pro Kind zu unterstützen und damit die Staatskasse jährlich mit 25 Milliarden Euro zu belasten, mittlerweile als Restposten des Stoiber-Wahlkampfs – und damit als reif für die Entsorgung. "Das Familiengeld ist für mich nicht der endgültige Zustand“, sagt der hessische Ministerpräsident Roland Koch. Das Geld könne lediglich dabei helfen, eine Million Kinder aus der Sozialhilfe herauszuholen, so Koch. "Betreuung ist den Familien wichtiger als Geld“, erklärt nun auch die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion Katherina Reiche, die noch im vergangenen Jahr als Schattenfamilienministerin von Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber für die Einführung des Familiengeldes kämpfte. Zweifel an der Machbarkeit äußerten jetzt bei internen Besprechungen im Konrad-Adenauer-Haus CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer und Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann.