Akw Brunsbüttel trotz Sicherheitsmängeln wieder ans Netz?
Trotz neuer Sicherheitsprobleme soll der nach einer Wasserstoffexplosion vor einem Jahr abgeschaltete Atomreaktor Brunsbüttel im März wieder angefahren werden. Eine entsprechende Zusage machte der scheidende Kieler Finanz- und Energieminister Claus Möller (SPD) dem Betreiber HEW, der inzwischen zum schwedischen Staatskonzern Vattenfall gehört. Experten halten die Entscheidung für voreilig, weil ein neues Simulatorsystem während des Stillstands weitere Sicherheitsmängel des Meilers offenbart hatte. Im Zuge der Tests erwies sich, dass Störfälle, bei denen der Reaktor Kühlwasser verliert, nicht regelgerecht beherrscht werden können, wenn gleichzeitig die reguläre Stromversorgung ausfällt. Im Simulatorbetrieb gab es mindestens neun solcher Störfälle. Kern des Übels ist, dass in Brunsbüttel nur drei statt der üblichen vier Notstromdiesel installiert wurden. Trotz der Testergebnisse sieht das zuständige Ministerium "keine unüberwindbaren Hindernisse vor dem Reaktorstart im März.