Jahrhundertflut beschert Ostländern stärkeres Wachstum als dem Westen - DER SPIEGEL
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Jahrhundertflut beschert Ostländern stärkeres Wachstum als dem Westen

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Den von der Sommerflut 2002 betroffenen Ländern Sachsen und Sachsen- Anhalt werden bemerkenswerte Wachstumsraten prophezeit, wodurch die Ostländer zusammen in diesem Jahr den Westen überholen könnten. Während die westdeutsche Wirtschaft voraussichtlich um weniger als ein Prozent wächst, sagen Volkswirte der Norddeutschen Landesbank für den Osten der Republik einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um etwa 1,3 Prozent voraus. Grund seien die enormen Flutschäden, deren Beseitigung durch millionenschwere Hilfsprogramme zu einer Sonderkonjunktur führe. Der Effekt werde etwa zwei Jahre anhalten. Auch die sächsische Landesbank verbreitet Optimismus. Zwei Prozent Wachstum für Sachsen hält das Geldhaus unter Berufung auf ein Gutachten des Münchner Ifo-Instituts für möglich. Vor allem die Bauwirtschaft werde nach Jahren des Schrumpfens profitieren, heißt es in der Expertise. Die Konjunktur wird durch Geschenke der sächsischen Landesregierung noch zusätzlich angekurbelt: Landkreise, Städte und Gemeinden erhalten für Straßen-, Brücken- und Kanalbau künftig 100 Prozent Förderung. Bisher mussten sie 10 Prozent der Kosten selbst aufbringen. Insgesamt wurden nach der Flut deutschlandweit 13,5 Milliarden Euro als Finanzhilfen bereitgestellt.