Erzbistum Berlin kämpft gegen Millionen-Schulden - DER SPIEGEL
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Erzbistum Berlin kämpft gegen Millionen-Schulden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Finanzaffäre des Erzbistums Berlin erschüttert die Deutsche Bischofskonferenz. Die Erzdiözese ist mit 148 Millionen Euro verschuldet, die Katholiken rund um die Hauptstadt hoffen, ihre finanzielle Schieflage vor allem durch Spenden der insbesondere an Rhein und Ruhr noch begüterten Kirchen bereinigen zu können. Deswegen klopft schon seit Wochen der Berliner Generalvikar Peter Wehr an die Pforten der anderen 27 deutschen Bistümer, um Geld loszueisen. Doch die Amtsbrüder zeigen nun ein hartes Herz. Unter Federführung des Kölner Kardinals Joachim Meisner und des Bischofs von Münster, Reinhard Lettmann, intervenierten mehrere Bistümer in einem gemeinsamen Brief bei der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn. Die Geistlichen verlangen die "völlige Offenlegung“ der "strukturellen Verantwortungslosigkeit“ und eine "tiefe und gründliche Debatte“ über das Finanzdebakel. Die Berliner Brüder sollten zudem einen Sparplan vorlegen, bevor sie Geld bekämen. Ein "Treuhandausschuss“ mit zwei Bischöfen, Generalvikaren und Finanzdirektoren soll Kardinal Georg Sterzinsky de facto entmachten und die Berliner Kirchenkasse überwachen.