Lieblingsprojekt von Bauminister Manfred Stolpe (SPD) wird zum Millionengrab - DER SPIEGEL
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Lieblingsprojekt von Bauminister Manfred Stolpe (SPD) wird zum Millionengrab

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Ein Lieblingsprojekt vonManfred Stolpe (SPD), dem Bauminister und Ost-Beauftragten der Bundesregierung, entwickelt sich zum Millionengrab. In seiner Zeit als brandenburgischer Ministerpräsident trieb er die Sanierung der Wünsdorf-Waldstadt südlich von Berlin voran. Bis 1994 waren an dem Standort des Oberkommandos der früheren sowjetischen Streitkräfte in Deutschland zeitweilig bis zu 40000 Militärangehörige stationiert. Stolpe wollte den Ort zu einer groß angelegten Wohnsiedlung etwa für Bundesbeamte ausbauen und träumte von bis zu 10000 künftigen Bewohnern. Wünsdorf wurde mit rund 123 Millionen Euro aufgehübscht – doch der Zuzug blieb aus, lediglich rund 2500 Einwohner hat der Ort inzwischen. Einer Potsdamer Kabinettsvorlage zufolge seien "Gebäudeleerstand, Ruinen und Brachflächen“ bis heute Grund für die "fehlende Attraktivität“ des Standorts – weshalb nun erneut 52,8 Millionen Euro Fördermittel nachgeschossen werden sollen. Doch dagegen regt sich Widerstand. Niemand sei mehr bereit, für das frühere Vorhaben der "Ikone Stolpe“ anderswo zu sparen, erregt sich ein Minister. Finanzexperten warnen jedoch vor dem Ende der Förderung: Dies könne die Investitionsbank des Landes Brandenburg in Schwierigkeiten bringen, die in der ehemaligen Russen-Siedlung umfangreiche Privatkredite gewährt hat.