Kanzler will zweiten Bankengipfel
Schon bald soll eine zweite Gipfelrunde der Kreditwirtschaft dem jüngsten Geheimtreffen deutscher Top-Banker mit Gerhard Schröder (SPD) folgen diesmal allerdings ohne Vertreter der Politik. Der Bundeskanzler hat den Münchner Unternehmensberater Roland Berger damit beauftragt, ein solches Folgetreffen zu organisieren, um dort in aller Ruhe über die Strukturprobleme der deutschen Banken zu reden. Das erste Spitzengespräch vor zwei Wochen hatte heftige Spekulationen über eine Bankenkrise in Deutschland ausgelöst: Angeblich soll Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann dem Kanzler vorgeschlagen haben, eine staatliche Auffanggesellschaft ("Bad Bank) zu gründen, die den privaten Instituten ihre faulen Kredite abnehmen soll. Teilnehmer des Kanzler-Treffens berichten hingegen übereinstimmend, Ackermann habe eine solche Idee mit keinem Wort erwähnt. Ein anderer Banker, der bei dem abendlichen Treffen im Wirtschaftsministerium Ähnliches vorgeschlagen habe, sei von seinen Kollegen zudem sofort "abgebürstet worden. Kanzleramt und Finanzministerium lehnen eine staatliche Hilfsgesellschaft für die Geldhäuser bislang strikt ab: "Die Banken, erklärt ein verärgerter Regierungsvertreter, "müssen erst mal selber ihre Hausaufgaben machen, anstatt durch solche Indiskretionen für Unruhe zu sorgen.