Zweifel an Airbus-Arbeitsplatzzusagen für A380
Interne Papiere aus der Airbus-Deutschland-Zentrale in Hamburg legen den Verdacht nahe, dass die von dem Unternehmen im Zusammenhang mit der Werkerweiterung im Elbwattgebiet Mühlenberger Loch gemachte Zusage, 2000 neue Arbeitsplätze in Hamburg zu schaffen, nur ein Lippenbekenntnis war. In einer "Aktennotiz zur "Besprechung Hochlauf A380 am 9. Oktober 2001, an der die Führungsspitze von Airbus Deutschland teilnahm, heißt es, Personalleiter Ulrich Krehahn und der damalige Deutschland-Chef des Flugzeugherstellers, Hans- Joachim Gante, "bestehen darauf, keine überhitzte Personalaufstockung anzugehen, sondern Vorsicht walten zu lassen und Engpässe mit Zeitarbeitspersonal zu überbrücken, so dass das A380-Programm mit weitgehend eigenem Personal abgedeckt werden kann. Dass den Airbus-Managern bewusst gewesen sein muss, wie problematisch dieses Vorhaben angesichts der wiederholten öffentlichen Arbeitsplatzzusagen war, belegt eine andere Textpassage: "Hr. Gante und Hr. Krehahn wiesen noch einmal auf die Themen Eindeichung und Aufschüttung der Werksflächen im Mühlenberger Loch hin, sowie die damit verbundenen Zuschüsse aus Steuergeldern seitens Stadt Hamburg und Bundesregierung. Aus diesem Grund muss unter allen Umständen die Sprachregelung für ca. 3000 neue Arbeitsplätze für die A380 beibehalten werden. Airbus erklärte, mit den Inhalten der Dokumente konfrontiert, bei den Papieren handle es sich "um individuelle Notizen über interne Diskussionen und über einen internen Meinungsaustausch. Sie repräsentieren nicht die Politik oder Entscheidungen von Airbus. Der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) verwies darauf, dass das Unternehmen "öffentlich versichert habe, durch die Produktion des A380 entstünden "in Hamburg 2000 neue Arbeitsplätze. Dies habe ihm die Geschäftsführung "erst vor kurzem noch einmal ausdrücklich bestätigt.