Springer bringt „Gesundheits-Bild“ an den Kiosk - DER SPIEGEL
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Springer bringt „Gesundheits-Bild“ an den Kiosk

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Claus Strunz, Chefredakteur von "Bild am Sonntag“ (Axel Springer Verlag), sammelt intern Punkte. Während sich sein Verlagskollege, "Bild“-Chef Kai Diekmann, in einen Dauerstreit mit der Regierung verheddert und von Kanzler Gerhard Schröder harsche Dementis kassiert ("Krawallmacherei“), setzt Strunz auf stille Expansion: ImFrühjahr geht er mit einer neu entwickelten "Gesundheits-Bild“ (Arbeitstitel: "Rose“) an den Kiosk.Derzeit wird das Konzept Werbekunden präsentiert. "Rose“ soll, wie "Tier Bild“ und (ab nächster Woche) "Reise Bild“, zunächst als Sonderheft erscheinen. Weil die betulichen Tier-Storys ("Hilfe, mein Fisch kriegt Nachwuchs“) vom Start weg laut Verlag mit 250000 bis 300000 Exemplaren eine deutlich höhere Auflage als der Hauptkonkurrent "Ein Herz für Tiere“ von der WAZ-Gruppe (158000) erzielten, kommt zumindest "Tier Bild“ ab sofort alle zwei Monate. Auch mit seinen Reise- und Gesundheitsheften will Strunz öfter erscheinen. Springer hofft auf einen Anzeigen-Boom im Umfeld der Gesundheitsreform – wie auch der "Stern“, der ebenfalls mit einem Spezial "Gesund Leben“ erscheint.