KSK will heim aus Afghanistan
Das Kommando Spezialkräfte (KSK) will sein Kontingent in Afghanistan reduzieren. Die knapp 50 Kommandosoldaten und ebenso viele Unterstützer sollen weitgehend durch Fallschirmjäger ersetzt werden. Über eine entsprechende Vorlage soll Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan in diesen Tagen entscheiden. Das KSK befindet sich mit lediglich 130 ausgebildeten Kommandosoldaten noch im Aufbau. Die Elitekämpfer fühlen sich durch die jeweils gut vier Monate dauernden Kontingenteinsätze überstrapaziert und gleichzeitig zu gut ausgebildet für Aufgaben, die auch andere Verbände übernehmen könnten. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben indessen zu einer Rekordflut an Beschwerden beim Bundestags-Wehrbeauftragten Willfried Penner geführt. In seinem neuen Jahresbericht, der am 11. März veröffentlicht wird, listet Penner 6436 Eingaben auf knapp ein Drittel mehr als im Jahr 2001. Allein 450 Beschwerden galten dem Auslandszuschlag, der den Soldaten oft nicht rechtzeitig oder nicht in der versprochenen Höhe ausgezahlt wurde. Bemängelt wurde auch, dass wegen der Einsätze zwischen Balkan und Hindukusch oft Ausbilder und Gerät für das Training in der Heimat fehlten.