Berlin plant keine weiteren Zusagen an Türkei in Nato-Sitzung nächster Woche
Bei den Sitzungen der Nato-Gremien in dieser Woche will Berlin zusätzliche Beistandsleistungen für die Türkei im Fall eines Irak-Kriegs weiter ablehnen und es bei den bisherigen Zusagen belassen: Hilfen für US-Truppen im Inland, Awacs-Besatzungen sowie Patriot-Raketen, die den Niederlanden für den Türkei-Einsatz geliehen werden. Das Nato-Oberkommando im belgischen Mons hatte vorige Woche auf die Anforderung von Kräften für Luftabwehr und Schutz gegen Chemie- und Biowaffen nur magere Beiträge erhalten. Einige Länder, etwa Italien, boten lediglich Offiziere für den Stabsdienst an. Spanien offerierte Jagdflugzeuge, Tschechien 70 ABC-Spezialisten, Norwegen Schutzkleidung und Gasmasken. ABC-Truppen bot auch die Ukraine an, die indes kein Nato-Mitglied ist. Benötigt werden noch Spürfahrzeuge wie der deutsche "Fuchs sowie weitere Patriot-Einheiten samt Bedienungspersonal. Da die griechischen Patriots nicht einsatzbereit sind, bliebe in Europa nur Deutschland als Lieferant: Berlin hat sich verpflichtet, im Ernstfall zehn Patriot-Einheiten mit gut tausend Soldaten zu stellen.