RAF-Verdächtige Callsen hat in libanesischem Flüchtlingslager als Lehrerin gearbeitet - DER SPIEGEL
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RAF-Verdächtige Callsen hat in libanesischem Flüchtlingslager als Lehrerin gearbeitet

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Sabine Callsen, die seit Mitte der achtziger Jahre als RAF-Terroristin gesucht wurde und sich am Freitag den Behörden stellte, hat nach eigenen Angaben in einem palästinensischen Flüchtlingslager südlich von Beirut als Englischlehrerin gearbeitet. In einer ersten Vernehmung gab Callsen außerdem zu Protokoll, sie heiße seit der Heirat mit einem Syrer 1994 Mona al-Tamill. Bei ihrer Ankunft in Frankfurt hatte sie ihre beiden sieben- und dreijährigen Kinder bei sich, zudem ist Callsen wieder schwanger. Bereits 1996 hatte sie erwogen, sich zu stellen, weil sie auf Dauer kein Leben in der Illegalität führen wollte (SPIEGEL 50/1996). Callsen hat nach Überzeugung von Staatsschützern nie zum harten Kern der RAF gehört. Ihr wird die Beteiligung an einem Anschlag 1985 auf eine mit der Entwicklung einer Nato-Fregatte befassten Hamburger Firma vorgeworfen.