Bankenvertreter Fischer glaubt an Einigung über Formel 1 - DER SPIEGEL
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Bankenvertreter Fischer glaubt an Einigung über Formel 1

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Banken wollen sich in drei bis fünf Jahren möglicherweise über einen Börsengang aus der Formel 1 zurückziehen. Das sagte der ehemalige Deutsche-Bank-Vorstand Thomas Fischer, der im Auftrag der Bayerischen Landesbank die Gespräche über die Zukunft der Formel 1 führt, in einem Gespräch mit dem SPIEGEL. Die Bayerische Landesbank, Lehman Brothers und J. P. Morgan verfügen als ehemalige Kirch-Gläubiger demnächst – nach einer außergerichtlichen Einigung mit EM.TV – über 75 Prozent an der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC. Fischer, Chairman of the Board der SLEC, will mit den Autoherstellern, die mit einer eigenen Rennserie als Konkurrenz zur Formel 1 drohen, "ein Vertragswerk schaffen, das eine nachhaltige Zukunft für die Formel 1 verspricht, das heißt, wir reden über eine Dauer von 15 bis 20 Jahren.“ Er habe Verständnis dafür, dass die Hersteller auf mehr Einfluss und auf einen größeren Anteil an den Einnahmen drängen. "An diesen Stellschrauben müssen wir drehen:Wer macht was, wer bekommt was, und wer übernimmt welche Verpflichtungen?“ Ohne Hersteller sei eine Formel 1 nur schwer vorstellbar, so Fischer. "Dann haben wir eine ganz andere Formel 1, eine Art Seifenkistenrennen mit Hilfsmotoren.“