Sozialministerin Schmidt will Krankenkassenbeiträge für Rentner erhöhen - DER SPIEGEL
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Sozialministerin Schmidt will Krankenkassenbeiträge für Rentner erhöhen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rentner sollen künftig höhere Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung zahlen. In einem internen Papier kündigt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) an, die Versorgungsbezüge von Rentnern "in größerem Umfang als bislang mit Beiträgen zu belegen“. Auf diese Weise will Schmidt verhindern, dass Rentner einen Vorteil aus der geplanten Neuregelung des Krankengeldes ziehen. Dabei will die Ministerin alle Beschäftigten zwingen, sich künftig privat gegen Lohn- oder Gehaltsausfall wegen langer Erkrankung abzusichern – eine Versicherung, die Rentner nicht brauchen und die sie deshalb auch nicht bezahlen müssen. "Diese Begünstigung sollte kompensiert werden“, heißt es in dem Papier. Zudem legt die Ministerin erstmals konkrete Ideen für die von Bundeskanzler Schröder geforderte private Krankengeldversicherung vor. So sollten Kassenpatienten "weiterhin ihren Versicherungsschutz aus einer Hand erhalten“ – im Klartext: Wer bei der AOK krankenversichert ist, muss dort auch seine Krankengeldversicherung abschließen. Schmidt schlägt vor, die Höhe des Versicherungsbeitrags prozentual am jeweiligen Monatseinkommen zu berechnen – allerdings "ohne Beteiligung der Arbeitgeber“.