Bayern-Bosse haben die Öffentlichkeit über die Hintergründe des Geheimvertrags mit Kirch getäuscht - DER SPIEGEL
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Bayern-Bosse haben die Öffentlichkeit über die Hintergründe des Geheimvertrags mit Kirch getäuscht

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Anders als von den Bayern-Managern bislang dargestellt, hatte der Bundesligist sich in dem unlängst enthüllten Geheimabkommen mit der KirchGruppe zu weitgehenden Diensten für den inzwischen insolventen Medienunternehmer Leo Kirch verpflichtet. In der 17-seitigen "Vereinbarung“, die dem SPIEGEL vorliegt und die erstmals in voller Länge ausgewertet werden kann, machte Kirch die Zahlung von maximal 190 Millionen Mark von mehreren Bedingungen abhängig. So versicherten die Bayern, sie wollten "sich auch weiterhin dafür einsetzen und dabei mithelfen, dass die zentrale Vermarktung sämtlicher TV-Rechte aufrechterhalten bleibt“. Ferner garantierten die Club-Oberen mit ihren am 3. Dezember 1999 geleisteten Unterschriften, sie würden sich in der Frage der Zentralvermarktung der Liga "weiterhin bestmöglich bemühen und insoweit auch auf die anderen Bundesligavereine einwirken“. Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die derzeit über etwaige Sanktionen gegen den Verein berät, will ihre Entscheidung in der kommenden Woche bekannt geben. Wie sensibel sowohl Kirch als auch der FC Bayern ihr Abkommen einschätzten, zeigt eine "Geheimhaltungsverpflichtung“, die in dem Papier mehr als eine halbe Seite füllt. Demnach war der Vertrag "auch intern nur Mitarbeitern der obersten Entscheidungsträgerebene zugänglich zu machen“. Über "Abschluss und Inhalt“ galt "striktes Stillschweigen“ – sogar "über die Laufzeit dieser Vereinbarung hinaus“.