Künast: Gen-Bauern und -Unternehmen sollen für Verunreinigungen durch Gentechnik-Saatgut aufkommen - DER SPIEGEL
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Künast: Gen-Bauern und -Unternehmen sollen für Verunreinigungen durch Gentechnik-Saatgut aufkommen

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Verbraucherministerin Renate Künast will die Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut sowie Bauern, die solches Saatgut anbauen, für Verunreinigungen konventioneller Felder durch Gentechnik-Saatgut in die Pflicht nehmen. "Wir gehen vom Verursacherprinzip aus“, sagte Künast dem SPIEGEL. Verursacher seien in diesem Fall "die Bauern und Unternehmen, die gentechnisch verändertes Saatgut verwenden oder herstellen“. Durch "Abstandsregelungen, Schutzpflanzungen“ und "Schutzzonen“ zwischen den Feldern sowie "Regeln der guten fachlichen Praxis“ müssten die Bauern zudem Vorsorge treffen, um eine Kontamination zu verhindern. Verbraucher, die sich für gentechnikfreie Lebensmittel entscheiden, sollten "auf keinen Fall mehr zahlen müssen“, so Künast weiter. Damit widerspricht die Verbrauerministerin EU-Agrarkommissar Franz Fischler. Er fordert, dass nach dem noch in diesem Jahr erwarteten Fall des De-facto-Moratoriums der EU gegen gentechnisch veränderte Pflanzen die Produzenten der Lebensmittel ihre Produkte selbst Gentechnik- frei halten müssen. "Fischler sollte seine Vorstellungen dringend überdenken“, sagte Künast dem SPIEGEL. "Wir brauchen EU-weit einheitliche Regeln – und dafür brauchen wir Mehrheiten im EU-Agrarrat.“