Sixt will Teile des Konzerns in die Schweiz verlagern - DER SPIEGEL
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Sixt will Teile des Konzerns in die Schweiz verlagern

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Während der Chiphersteller Infineon noch prüft, einen Ableger in der Schweiz aufzubauen, um sich dem Zugriff des deutschen Fiskus zumindest teilweise zu entziehen, ist die Entscheidung bei dem Münchner Autovermieter Sixt bereits gefallen. In den nächsten Wochen soll der Konzernbereich Holiday Cars, der zu günstigen Preisen Fahrzeuge an Touristen in Ferienregionen wie Spanien oder Frankreich ausleiht, komplett nach Basel umziehen und unter das Dach einer Schweizer Holdinggesellschaft schlüpfen. Auch seine ausländischen Leasinggesellschaften will Firmenchef Erich Sixt schon bald dort bündeln. Den Standort im Dreiländereck Schweiz/Deutschland/Frankreich haben die Münchner ausgewählt, weil in der Region besonders viele Arbeitskräfte wohnen, die eine oder mehrere Fremdsprachen beherrschen. Allein bei Holiday Cars wollen die Sixt-Manager mit dem Umzug bereits im ersten Jahr rund 500000 Euro Steuern sparen. Mittelfristig soll der legale und auch bei anderen Unternehmen beliebte Kunstgriff sogar bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr einbringen. Sixt will mit seiner Führungscrew nicht in die Schweiz umziehen oder gar Teile des Deutschland-Geschäfts dorthin verlagern. "Mein Arbeitsplatz ist und bleibt in Pullach an der Isar“, stellt der gebürtige Österreicher klar.