Schwere Regelverstöße bei der Kapitalanlagetochter der Deutschen Bank, Deutschlands größter Fondsgesellschaft - DER SPIEGEL
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Schwere Regelverstöße bei der Kapitalanlagetochter der Deutschen Bank, Deutschlands größter Fondsgesellschaft

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Die DWS, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, hat über Jahre hinweg Wertpapiere in Renten- und vor allem Geldmarktfonds falsch bewertet. Das geht aus einem internen Revisionsbericht hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Dem Papier zufolge gab es "keine unabhängigen Kontrollen für die Bewertung von Wertpapierkursen", außerdem war "keine durchgängige Dokumentation vorhanden. So fehlten elementare Richtlinien und Anweisungen", heißt es in dem Papier. Selbst bei Wertpapierübertragungen wurde der akurate Preis nicht eingehalten. "Obwohl in einer Weisung vom März 2002 geregelt wurde, den Kurs mit dem Marktspread abzugleichen, wurde diese Weisung nicht immer eingehalten", schreiben die Prüfer. Für über zehn Prozent der zu prüfenden Wertpapiere fehlten Brokerbestätigungen, und "bisher waren bei fünf Prozent der geprüften Papiere Kursangleichungen erforderlich". Die Deutsche Bank betont - unter Berufung auf den Bericht -, dass die Abweichungen auf die tatsächlichen Fondsanteile nur geringen Einfluss hatten. Allerdings will sie sich nicht dazu äußern, für welchen Zeitraum die Revision dies nachberechnet hat. Der Schmu bei der DWS war aufgeflogen, nachdem ein Fondsmanager in Luxemburg intern auf die Mängel hingewiesen hatte. Nach Ansicht dieses Mitarbeiters wurden die Regelverstöße "manipulatorisch vorgenommen". Die Revision konnte diesen Vorwurf zwar nicht nachvollziehen, die Prüfer räumen jedoch ein, dass sie ihn nur zu einem Stichtag überprüft hätten.