KarstadtQuelle kauft DSF - DER SPIEGEL
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KarstadtQuelle kauft DSF

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Kaufhauskonzern KarstadtQuelle hat den Zuschlag im Bieterwettbewerb um das Deutsche Sportfernsehen (DSF) erhalten. "Per Handschlag sind wir uns einig", hieß es am Freitagabend in den Verhandlungskreisen; das Kirch-Insolvenzmanagement verschickte zudem eine schriftliche Zusage an die Beteiligten. Zunächst soll der defizitäre Sportsender an ein Tochterunternehmen von KarstadtQuelle gehen, später wollen sich auch EM.TV und der schweizerische Investor Hans-Dieter Cleven an einem gemeinsamen Konsortium beteiligen. Neben DSF wird KarstadtQuelle aus der Masse der insolventen KirchMedia auch den Technik-Dienstleister Plazamedia sowie das Internet-Angebot Sport1 übernehmen – der Gesamtpreis liegt nach Angaben eines Insiders bei etwas mehr als 20 Millionen Euro. Mitte dieser Woche sollen die Verträge unterzeichnet werden. Für EM.TV-Chef Werner Klatten finden sich darin Sonderpassagen: Sollte sich herausstellen, dass hinter seiner Finanzierung Leo Kirch oder dessen nahes Umfeld steht (SPIEGEL (3/2003), muss er seine Anteile KarstadtQuelle andienen. Verzögert hatten den Verkauf des Senders am Freitag massive Interventionen von Haim Saban. Der amerikanisch-israelische Milliardär, der mit ProSiebenSat.1 und derFilmbibliothek das Herzstück der ehemaligen Kirch-Gruppe übernimmt, drängte darauf, beim DSF noch eine Buchprüfung (due diligence) vornehmen zu können – auf diese weitere Verzögerung des Verkaufsprozesses wollte sich das Insolvenzmanagement aber offenbar nicht mehr einlassen.