Amerikaner düpieren Deutsche im Moussaoui-Prozess - DER SPIEGEL
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Amerikaner düpieren Deutsche im Moussaoui-Prozess

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In einem in den USA laufenden Verfahren gegen den Qaida-Verdächtigen Zacarias Moussaoui könnten für ein mögliches Todesurteil nun doch Beweise aus Deutschland genutzt werden – entgegen einer Vereinbarung mit dem Bundesjustizministerium. Der 34-jährige Franzose marokkanischer Abstammung, der sich vor dem Attentat auf die New Yorker Twin Towers in den Vereinigten Staaten aufhielt, soll Gelder in Empfang genommen haben, die die Terrororganisation von der Bundesrepublik aus verschickte. Im Zusammenhang mit dem Anschlag vom 11. September 2001 gilt er als Mitverschwörer. Washington hatte Berlin in einem Abkommen zugesichert, aus Deutschland stammende Belege nicht für ein etwaiges Todesurteil heranzuziehen. Nun aber wollen US-Bundesanwälte über die Details der schriftlichen Vereinbarung weder Moussaouis Verteidiger noch die Jury informieren – und damit verhindern, dass sie wirksam in den Prozess eingeführt wird."Die deutsche Sicht“, beharren die Ankläger, sei für die Urteilsfindung "ungeeignet“. Bleibt es dabei, würde das Abkommen untergraben werden.