Berlin plant Geisterbehörde für überzählige Beamte und Angestellte
Mit bundesweit einmaligen Maßnahmen will der Berliner Senat gegen überzählige Beamte und Angestellte vorgehen: Ab 1. Juli sollen mehrere tausend so genannter Überhangkräfte mit einer zentralen Steuerungsstelle zusammengefasst werden unter deren Obhut müssen sie dann beinahe jede Arbeit annehmen. Ein internes Papier der Berliner Finanzverwaltung von Thilo Sarrazin (SPD) sieht vor, dass die der Geisterbehörde zugeordneten Staatsdiener beispielsweise bei der Einhaltung der Verpackungsordnung helfen, Kitas renovieren oder in Berlins Archiven für so wörtlich "Ordnung im Keller sorgen sollen. Auch sollen die überzähligen Bediensteten ob Stadtplaner, Buchhalter oder Vermesser an die freie Wirtschaft ausgeliehen werden. Ein "gewisser Mobbing-Faktor, so ein Mitglied einer der beiden Regierungsfraktionen, sei schon gewollt. Langfristig will Berlin von rund 140000 Bediensteten 40000 loswerden. Bis Ende 2004 gilt jedoch ein Kündigungsschutz.