Serben-Premier warnt vor Unabhängigkeit des Kosovo - DER SPIEGEL
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Serben-Premier warnt vor Unabhängigkeit des Kosovo

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Serbien wird eine Abtrennung der seit 1999 unter internationalem Protektorat stehenden Provinz Kosovo nicht hinnehmen und gegebenenfalls andere Grenzziehungen auf dem Balkan infrage stellen. "Kosovo ist Teil Serbiens", sagte der neue Belgrader Ministerpräsident Zoran Zivkovic in einem SPIEGEL-Interview, es gäbe keinerlei völkerrechtliches Dokument, "das eine Unabhängigkeit des Kosovo rechtfertigt". Der Amtsnachfolger des im März ermordeten Premiers Zoran Djindjic deutete an, dass es im Falle einer Abtrennung des mehrheitlich von Albanern bewohnten Kosovo zu einem Anschluss des serbischen Teils von Bosnien an das Mutterland kommen könnte: "So ein Szenario würde einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen. Damit stünden die Grenzen für den gesamten Balkan wieder zur Disposition - nicht nur die der Republika Srpska in Bosnien." Der seit Januar 2002 von dem Deutschen Michael Steiner geleiteten Uno-Verwaltung im Kosovo warf der serbische Regierungschef vor, "nicht mal ein Drittel ihrer Verpflichtungen erfüllt" zu haben. Es gäbe "keine Fortschritte bei der Rückkehr der serbischen Flüchtlinge, keine Sicherheit für die dortigen Serben und auch nicht die versprochene Dezentralisierung". Die Albaner destabilisierten mit Hilfe der Internationalen Gemeinschaft den Kosovo: "Die Situation dort ist unzumutbar." Serbiens neuer Premier stattet Brüssel und Berlin in der kommenden Woche Antrittsbesuche ab.