NRW will mehr Subventionen / Vesper schreibt an Trittin wegen Solarstrom-Förderung
Während NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) den Subventionen zu Leibe rücken will, erfindet sein grüner Stellvertreter und Städtebauminister Michael Vesper gerade eine neue Förderung: Vesper will die Folgen des häu.g trüben Wetters an Rhein und Ruhr für die Betreiber von Solaranlagen mildern. Die Energiegewinnung aus Sonnenstrahlen in Deutschland leide unter einem Nord-Süd-Gefälle, beklagt der Minister in einem Schreiben an seinen Berliner Parteifreund und Amtskollegen Jürgen Trittin. In Bayern scheine die Sonne öfter als im Revier oder in Norddeutschland. Im Süden sei daher der Ertrag, den Solarstromerzeuger erwirtschaften können, höher und die Region folglich attraktiver für Solaranlagenbetreiber. Bei der anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes will Vesper nun ein "strahlungsabhängiges Vergütungssystem" verankern. Weil der flächendeckende Ausbau der Solarenergie "ein Kernthema" der Grünen sei, soll sich Trittin dafür einsetzen, dass die Wetterverhältnisse bei der Vergütung berücksichtig werden. Bei der Windenergie wird das praktiziert: Wo es wenig weht, wird mehr gezahlt.