Ermittler vermuten, dass Ericsson Schmiergelder für Großaufträge in Osteuropa und Libyen zahlte - DER SPIEGEL
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Ermittler vermuten, dass Ericsson Schmiergelder für Großaufträge in Osteuropa und Libyen zahlte

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In den Ermittlungen der Schweizer Justiz gegen den schwedischen Telekommunikationskonzern Ericsson führen die Spuren nach Osteuropa und in den Nahen Osten. Nach Informationen aus Fahnderkreisen flossen die angeblichen Schwarzgelder in Höhe von insgesamt rund 550 Millionen Schweizer Franken zum Teil an Personen und Firmen in Bulgarien, Polen und Slowenien. Daneben gingen vermutlich Gelder an einen Berater, der für Ericsson den libyschen Markt bearbeitet. In allen vier Ländern ist Ericsson seit längerer Zeit tätig. Beispielsweise erhielten die Schweden 1999 in Polen den Auftrag für den Bau eines Mobilfunknetzes. In Slowenien konnte Ericsson im Jahr 2000 einen Vertrag für ein UMTS-Netz abschließen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass bei diesen Geschäften über die Schweiz Schmiergelder geflossen sein könnten. Zumindest liegt den schwedischen Behörden die Aussage eines Managers vor, die diese Vermutung stützt. Die Zahlungen liefen über ein Netzwerk von rund 30 Beratungsfirmen, Drahtzieher war ein Zürcher Anwalt. Die Konten wurden bei der Großbank UBS geführt, die den Schweizer Behörden im vergangenen Frühjahr einen entsprechenden Hinweis gab. Bei Ericsson will man die Einzelheiten der Affäre "nicht kommentieren", sagt eine Sprecherin.