Tod in Kabul: Afghanen werfen Bundeswehr Versäumnisse vor - DER SPIEGEL
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Tod in Kabul: Afghanen werfen Bundeswehr Versäumnisse vor

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Afghanische Offiziere, die unter dem persönlichen Kommando des amtierenden Verteidigungsministers Fahim stehen, haben der Bundeswehr im Zusammenhang mit dem Tod eines jungen Gebirgsjägers am vergangenen Donnerstag Leichtsinn und Versäumnisse vorgeworfen. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe. So habe sich die Patrouille nicht wie üblich bei einem afghanischen Sicherungsposten am südöstlichen Ausgang Kabuls über die momentane Sicherheitslage erkundigt. "Wir hätten den Deutschen vor Patrouillenfahrten durch diese Gegend wegen der Minen abgeraten", sagte der kommandierende Oberst des Distriktes, Mohammed Daud, dem Nachrichten-Magazin in Kabul. Das Unglück habe sich auch nicht auf der üblichen Patrouillenstrecke, sondern auf unwegsamem Gelände im Gebirge ereignet. Die Gefahr von Minenexplosionen sei dort zurzeit besonders groß, da es in den vergangenen Wochen stark geregnet habe und "die Minen dann ins Rutschen kommen", so der Oberst zum SPIEGEL. Ein afghanischer Hauptmann aus Dauds Einheit sagte dem SPIEGEL, er habe die Leiche geborgen. Als Beleg zeigte der afghanische Hauptmann eine Gebirgsjägermütze, die dem Toten gehört haben soll. Die deutschen Soldaten hätten sich nicht in das Minenfeld getraut, in das der Mann bei der Explosion geschleudert worden war. Ein Sprecher der deutschen Isaf-Schutztruppe wies die Darstellung der Afghanen gegenüber dem SPIEGEL zurück. Die Strecke sei vom Patrouillenführer am Tag zuvor abgefahren, überprüft und freigegeben worden. Worin die genauen Todesumstände des Soldaten bestünden, sei noch Gegenstand einer internen Untersuchung.