Bahn klagt über gravierende Mängel bei neuen Zügen - DER SPIEGEL
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Bahn klagt über gravierende Mängel bei neuen Zügen

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Die Deutsche Bahn (DB) liefert sich erneut einen heftigen Streit mit der Bahnindustrie - diesmal im Nahverkehr. Um gravierende Mängel bei Dieselzügen der Baureihe VT 642 beheben zu lassen, stellte der Konzern von Vorstandschef Hartmut Mehdorn allein bei Siemens "über 7500 Gewährleistungsanträge", so ein internes Papier. Betroffen sind 226 bislang ausgelieferte Fahrzeuge. Auch bei Bombardier wurden "über 5000 Gewährleistungsanträge" für die Elektrozüge ET 425 gestellt. Zu den Problemen beider Reihen gehöre ein "unerwartet hoher Verschleiß in empfindlichen Bereichen der Brems- und Antriebstechnik", sagt eine DB-Sprecherin. Außerdem löse sich, so der Befund, die Deckenverkleidung ab, Sitze seien nicht "vandalismusfest". Der Fußboden sei schadhaft und habe Stolperstellen. D er Züge zu teils dramatischen Verzögerungen: Bei der Bombardier-Reihe wurden erst 154 von 216 Zügen bereitgestellt. Eine Blamage für die Industrie: Beide Baureihen sind erst seit Herbst 2000 im Betrieb und müssen im Alltag nun mehrfach durch über 30 Jahre alte Züge ersetzt werden. Um die seit langem diskutierten Schwächen endlich zu beheben, droht die Nahverkehrstochter der Bahn, DB Regio, nun laut interner Vorlage eine "Eskalation in Top-Level-Gesprächen mit dem Hersteller (Siemens)" an.