Großkonzerne sollen Gesetzeslücken für Gewinne mit Öko-Strom nutzen
Die großen deutschen Stromkonzerne sollen mit der Weiterverteilung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen ungerechtfertigt Millionengewinne einheimsen. Dies geht aus Berechnungen des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter (BNE) hervor. Demnach nutzen die Großkonzerne eine Lücke im Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG), um üppige Zusatzgewinne zu realisieren. Nach Darstellung des Verbandes können die Konzerne überschüssige Öko-Strommengen über Tag zu Höchstpreisen an der Strombörse verkaufen. Nachts füllten sie die fehlenden Mengen zur Versorgung der Stadtwerke und Stromhändler dann mit billigem Nachtstrom wieder auf. Seit Einführung des Gesetzes für Erneuerbare Energien im April 2000, so der Vorwurf des BNE, hätten die großen Stromversorger durch diesen Trick mindestens 100 Millionen Euro verdient. Netzbetreiber wie RWE wiesen den Vorwurf gegenüber dem SPIEGEL als "völlig haltlos" zurück.