Privat-Bahn bekommt Zuschlag für Strecke nach Sylt / Schleswig-Holstein erwartet Millionen-Ersparnis
Von Dezember 2005 an soll die Zugstrecke Hamburg-Westerland von einer Privatbahn betrieben werden. Das hat das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium entschieden. Den Zuschlag soll, sofern der Finanzausschuss zustimmt, die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) erhalten, eine Tochterfirma des Bahn-Konkurrenten Connex, der zum französischen Vivendi-Konzern gehört. Für Bahnchef Hartmut Mehdorn ist die Entscheidung schmerzlich:An Sommerwochenenden nutzen bis zu 10000 Fahrgäste täglich die Verbindung. Verkehrsminister Bernd Rohwer (SPD) erhofft sich von demDeal Einsparungenin Höhe von 143 Millionen Euro bis 2015 durch geringere Zuschüsse für die Bahn. Auch für die Kunden soll der Betreiberwechsel von Vorteil sein: Die NOB will auf der 237 Kilometer langen Strecke modernere Waggons mit Leseleuchten und Internet-Anschluss einsetzen, außerdem sollen die Züge bei gleich langer Fahrzeit an mehr Bahnhöfen halten. Günstiger werden die Tickets allerdings nicht.