Bahnchef Mehdorn liefert sich Rechtsstreit mit Kritikern - DER SPIEGEL
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Bahnchef Mehdorn liefert sich Rechtsstreit mit Kritikern

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Bahnchef Hartmut Mehdorn liefert sich in mehreren Fällen Streit mit Kritikern vor Gericht. In zwei Verfahren gegen den Bundestagsabgeordneten Horst Friedrich (FDP) hat Mehdorn vor demFrankfurter Landgericht in einem Fall gewonnen und in einem verloren. Ein außergerichtlicher Vergleich beider Parteien ist gescheitert, weil Friedrich die DB-Bilanz weiterhin als "trickreiches Machwerk" bezeichnen will. "Herr Mehdorn erwartet ernsthaft, dass ich mir einen politischen Maulkorb umhängen lasse", sagt der FDP-Politiker, "das ist grotesk." Unterdessen dauert der Streit mit Pro-Bahn-Chef Klaus-Peter Naumann an. Der Chef des Fahrgastverbands muss wegen seiner Kritik an Mehdorns Preissystem am 1. August inHamburg erneut vor Gericht, obwohl die Bahn vorige Woche eine neue Tarifreform verkündete. Auch der Berliner Verkehrswissenschaftler Gottfried Ilgman wird vomBahnchef belangt. Für seine Vorwürfe an Mehdorn ("Wettbewerb nach Gutsherrenart") soll der Experte eine Unterlassungserklärung abgeben. Dirk Fischer hat dagegen bereits eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Der CDU-Bundestagsabgeordnete hatte Mehdorn im November "Mängel im Sicherheitssystem derBahn" vorgeworfen, nachdem durch einBrandunglück im Nachtzug Paris-München zwölf Menschen getötet worden waren.