Schulte-Hillen gibt Aufsichtsratsvorsitz bei Gruner + Jahr ab - DER SPIEGEL
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Schulte-Hillen gibt Aufsichtsratsvorsitz bei Gruner + Jahr ab

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zum 31. Oktober gibt Gerd Schulte-Hillen, 62, sein Amt als Aufsichtsratschef des Hamburger Verlagskonzerns Gruner + Jahr ("Stern", "Brigitte") ab. Sein Nachfolger soll Gunter Thielen werden, Vorstandschef des G+J-Mutterkonzerns Bertelsmann, dessen Aufsichtsrat jedoch weiter von Schulte-Hillen angeführt wird. Beide Mandate seien "auf Dauer unvereinbar" gewesen, sagt Schulte-Hillen: "Ich bin Verfechter der reinen Lehre klarer Corporate-Governance-Regeln. Da kann man nicht den Kontrollvorsitz in Mutter- und Tochter-Unternehmen gleichzeitig übernehmen. Ein alter preußischer Grundsatz lautet: Auch der Anschein ist zu vermeiden." Über Schulte-Hillens Zukunft in dem Gütersloher Konzern ist bislang viel spekuliert worden, seit er im Februar vor einem Kurswechsel vom globalen Medienhaus hin zur dynastisch organisierten Familienfirma warnte (SPIEGEL 8/2003). Vorher hatte die Familie von Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn und dessen Frau Liz ihre Mitsprache-Macht ausgebaut, was das Management enorm irritierte. Mittlerweile scheinen sich die Wogen wieder etwas geglättet zu haben.