Airbusse müssen ohne Notfall-Navigationshilfe fliegen - DER SPIEGEL
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Airbusse müssen ohne Notfall-Navigationshilfe fliegen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit Monaten fliegen Hunderte Airbus-Jets ohne Notfall-Navigationshilfe. Mit Ausnahme der älteren Serien A300 und A310 ist der so genannte Radio Magnetic Indicator (RMI) in einer Reihe von Flugzeugen mit Bildschirm-Cockpit abgeschaltet worden, weil das Instrument der französischen Herstellerfirma Thales Avionics Kurzschlüsse verursachen könnte. Der RMI zählt neben künstlichem Horizont und Kompass zu den drei Instrumenten, die in Glas-Cockpits separat vorhanden sein müssen, damit die Piloten auch bei Monitorausfall noch sicher fliegen und navigieren können. Bis zur Zwangsstilllegung des RMI zwischen März und September vergangenen Jahres mussten Jets bei dessen Ausfall umgehend den Heimflug antreten, um das Instrument austauschen zu lassen. Da der Fehler aber massenhaft auftrat und der Hersteller bis heute keine Ersatzinstrumente liefern kann, fliegt praktisch die gesamte Airbus-Flotte mit Ausnahmegenehmigungen der jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden.