Bundeswehr-Soldaten importieren Kalaschnikows aus Kabul - DER SPIEGEL
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Bundeswehr-Soldaten importieren Kalaschnikows aus Kabul

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Russische Kalaschnikow-Sturmgewehre haben sich bei den deutschen Soldaten in Afghanistan zum begehrten Souvenir entwickelt - und werden nach Aussagen von Insidern gelegentlich gar per Feldpost in die Heimat befördert. Der Besitz der in Kabul für wenig Geld erhältlichen AK-47-Gewehre sei den Soldaten zwar ebenso verboten wie die Einfuhr nach Deutschland. Das Verbot gelte aber nicht für unbrauchbare Waffen. Sofern eine Bescheinigung beiliege, dass das Gewehr nicht mehr zum Schießen, sondern nur noch als Ausstellungsstück tauge, lasse der deutsche Zoll die Waffen unbeanstandet durchgehen. Das Zertifikat ist nach Angaben von aus Kabul heimgekehrten Soldaten leicht erhältlich. Es werde von Bediensteten der Waffenkammern in Kabul ausgestellt. Zum Nachweis der Unbrauchbarkeit genüge es schon, den Schlagbolzen aus dem Gewehr zu entfernen. Der kleine Metallstift kann dann unauffällig nach Deutschland gebracht werden. In der Heimat lässt sich so mit wenigen Handgriffen aus einem harmlosen Museumsstück wieder ein vollwertiges Gewehr machen - allerdings völlig illegal.