IG Metall Peters bekräftigt Amtsverzicht nach vier Jahren
In dem Gespräch versicherten die beiden Kandidaten zudem, sie seien zu einer enge Zusammenarbeit bereit. "Ich kann und will mir Peters heute nicht mehr wegdenken", sagte Huber. "Wir müssen versuchen, einander zu verstehen." Die "Frage der Integration" sei für ihn "mittlerweile von überragender Bedeutung geworden". Peters betonte gleichfalls seinen Willen zu enger Kooperation:"Innerhalb der IG Metall muss es möglich sein, verschiedene Strömungen abzubilden, ohne gleich in heillos zerstrittene Lager zu zerfallen."
Weiter kündigten die beiden designierten Vorsitzenden Konsequenzen aus dem verlorenen Streik im Osten an. "Wir müssen unsere Entscheidungsstrukturen überprüfen", sagte Huber. "Wir haben vieles unterschätzt, und vielleicht müssen wir in so schwierigen Fragen in Zukunft noch mehr kommunizieren." Peters bekräftigte ebenfalls, dass die Fehler der Tarifrunde "analysiert und bewertet werden". Zugleich warf er jedoch dem zurückgetretenen Vorsitzenden Klaus Zwickel vor, die Streik-Niederlage öffentlich viel zu negativ dargestellt zu haben. "Der Vorsitzende redete von der größten Gewerkschafts-Niederlage nach dem Krieg", sagte Peters. "Ich war fassungslos - selbst wenn es eine Niederlage gegeben haben sollte, hatten wir uns bislang noch nie derart drastisch artikuliert."
Zugleich kündigte Peters Maßnahmen gegen den Mitgliederschwund der vergangenen Monate an. "An die Ursachenforschung müssen wir schnellstens ran", sagte Peters. "Im Osten wie im Westen betrachten wir den Aderlass mit großer Sorge."