Mangelhafter Schutz der Friedenstruppen in Kabul - DER SPIEGEL
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Mangelhafter Schutz der Friedenstruppen in Kabul

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Über gravierende Lücken beim Schutz der deutschen Friedenstruppen in Afghanistan berichtet das Nachrichten-Magazin DERSPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe. Eine Expertengruppe des Heeres bezeichne das Bundeswehr-Feldlager Camp Warehouse in Kabul als "eklatantes Beispiel" für schwere Mängel bei der Absicherung, etwa gegen die häufigen Angriffe mit Raketen. Sogar Verteidigungsminister Peter Struck war bei einem Kabul-Besuch im Februar unter Feuer geraten. Laut SPIEGEL wird in internen Vermerken der Bundesregierung der Verdacht geäußert, dass "Teile der afghanischen Übergangsregierung" unter Präsident Hamid Karzai und der afghanische Geheimdienst hinter den Angriffen auf die Isaf-Friedenstruppen stecken könnten. Bei einem Selbstmordattentat auf einen Bundeswehr-Konvoi waren Anfang Juni in Kabul 4 Soldaten getötet und 29 teils schwer verletzt worden. Wie der SPIEGEL zu dem Anschlag weiter berichtet, wurden damals interne Richtlinien für die Sicherung von Fahrzeugkonvois missachtet. Heimgekehrte Soldaten erheben laut SPIEGEL zudem den Vorwurf, dass deutsche Truppen auf Erkundungsfahrten außerhalb des eigentlichen Einsatzgebiets der Isaf-Truppen geschickt wurden und - entgegen den Sicherheitsvorschriften - Spähtrupps sogar in ungepanzerten Fahrzeugen in minengefährdete Gebiete entsandt worden seien.