"Sportschau" kommt den WDR teurer als geplant
Eine Woche vor Ausstrahlung der neuen Bundesliga-"Sportschau" im Ersten werden Details über das neue Format bekannt, das derzeit unter Leitung von Steffen Simon beim WDR in Köln entsteht. So wird nach Ende des ersten Werbeblocks gegen 18.55 Uhr ein 90-Sekunden-"Tagesschau Extra" gesendet, das die "Sportschau" formal in zwei Sendungen zerlegt. Der Kniff war notwendig, um die "Sportschau" wie geplant mit zwei Unterbrecher-Werbeblöcken ausstatten zu dürfen. Als Studiogast der ersten Sendung hat Uli Hoeneß zugesagt, von der zweiten Woche an wird es ein Gewinnspiel namens "Tor der Woche" geben. Die Vermarktung der Sendung ist nach Angaben von Achim Rohnke, Chef der ARD-Werbung, gut angelaufen. "Die erste Sendung ist restlos ausgebucht", so Rohnke, der in seiner Kalkulation von 5,5 Millionen Zuschauern ausgeht. Beim WDR rechnet man unterdessen mit deutlich höheren Produktionskosten als bislang geplant. Zusätzlich zu den rund 4 Millionen Euro, die an den Technikdienstleister Plazamedia bezahlt werden, geht man intern inzwischen von einem Aufwand von 8,8 Millionen Euro aus. Die Produktions-Mehrkosten wird der WDR der ARD-Werbung in Rechnung stellen, die in Sachen Bundesliga der Vertragspartner der Schweizer Rechteagentur Infront ist.