Internes Papier der Allianz stützt Kartellverdacht
Der vom Bundeskartellamt bestätigte Verdacht auf illegale Absprachen im Industrieversicherungsgeschäft dürfte sich unter anderem auf ein internes Papier des Marktführers Allianz stützen. Der im April 2002 vom Versicherungsvorstand Walter Tesarczyk verfasste "Maßnahmekatalog zur Ergebnisverbesserung" sollte dem "defizitären Verlauf im industriellen und großgewerblichen Sachversicherungs-Geschäft" entgegen wirken. "Wir und unsere Mitbewerber haben im Jahre 2001 begonnen", schrieb Tesrczyk weiter, "Sanierungsmaßnahmen durchzuführen." Die für die Ermittler zentrale Passage: "Von der Hauptverwaltung (HV) werden die Direktionen der führenden Versicherer über unsere Sanierungsvorstellungen und Handhabung der Terrorproblematik informiert." Neben der Allianz sind von den Beschuldigungen des Bundeskartellamtes die Versicherungsunternehmen Gerling, HDI, Aachener und Münchener, Axa, Gothaer und Victoria betroffen. Ihnen drohen Geldbußen in dreistelliger Millionenhöhe.