Fusionsverhandlungen zwischen Warner Music Group und BMG im entscheidenden Stadium - DER SPIEGEL
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Fusionsverhandlungen zwischen Warner Music Group und BMG im entscheidenden Stadium

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Die Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Musikkonzernen BMG(Bertelsmann) und Warner (AOL TimeWarner) sind in das entscheidende Stadium eingetreten. In beiden Konzernen wird derzeit intensiv an der Unternehmensbewertung gearbeitet ("due diligence"), um damit die Grundlage für die genauen Vertragsbedingungen der von den beiden Musikriesen angestrebten Fusion zu schaffen. Warner hat dazu die Unternehmensberatung KPMGins Haus geholt, BMGverzichtet auf externe Prüfer und arbeitet ausschließlich mit konzerninternen Teams. Schon seit Anfang des Jahres ist die Musikbranche von den Konsolidierungsbemühungen der fünf Musik-Majors BMG, Warner, SonyMusic, Universal und EMI geprägt, die zusammen rund 72 Prozent des weltweiten Musikmarktes kontrollieren, aber unter starken Umsatzeinbrüchen leiden. Im Juni hatten Warner und BMG, nach Marktanteilen die Nummern drei und vier, eine Exklusivitätsvereinbarung unterzeichnet, die Verhandlungen mit anderen Konzernen ausschloss. Die Vereinbarung lief zum 31. Juli aus, wurde nun aber bis Ende August verlängert. Bis dahin, heißt es in Verhandlungskreisen, wird feststehen, ob die Fusion tatsächlich stattfinden wird. Der Knackpunkt ist die Verteilung der Anteile an dem neuen Musikriesen, der vermutlich rund 31 Prozent des amerikanischen und etwa 20 Prozent des europäischen Marktes beherrschen würde:Bertelsmann strebt ein 50-50-Joint-Venture an, AOLTime Warner plante ursprünglich, das neue Unternehmen mit rund 60 Prozent zu dominieren. Zurückgewiesen wurden indes jüngste Medienberichte, wonach bereits "informelle" Kontakte mit den Wettbewerbshütern der EU aufgenommen wurden, um Bedenken gegen die Fusion auszuloten. "Es gab bislang keinerlei Aktivitäten", heißt es bei BMG.