Neue Aufgabe für EU-Kommissar Günther Verheugen
EU-Kommissar Günter Verheugen hat im Kanzleramt wie im Auswärtigen Amt klar gemacht, dass er in der 2004 zu berufenden neuen EU-Kommission als Platzhalter für Joschka Fischer nicht zur Verfügung steht. In dem Gremium von dann 25 Kommissaren - einem je Mitgliedstaat - werde er sich, nachdem ihm Bundeskanzler Gerhard Schröder die Wiederaufstellung zugesagt habe, nicht für den Zuständigkeitsbereich Außenpolitik entscheiden. Er sei somit nicht bereit, den Platz zu besetzen, auf den bei Inkrafttreten der EU-Verfassung voraussichtlich im Jahr 2006 ein vielleicht dann doch wieder am Posten des europäischen Außenministers interessierter Fischer wechseln könne. Entsprechend den Wünschen seines Parteifreundes Schröder, der in der neuen Kommission die deutschen wirtschaftlichen Interessen, vornehmlich in der Chemie-, Energie- und Automobilpolitik, gewahrt sehen will, strebt Verheugen den Kommissionsposten "für einen der zentralen Zuständigkeitsbereiche der EU" an. Dazu gehören der Binnenmarkt, die Industrie- und Strukturpolitik. Dieses Amt wolle er, machte Verheugen intern klar, dann bis zum Jahr 2009 ausüben.